Crowdinvesting: Gemeinsam investieren, gemeinsam profitieren!

Wir, das Team von LARAcompanion, arbeiten mit Hochdruck daran, ein innovatives und nutzerfreundliches Produkt zu entwickeln, damit wir Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch so schnell wie möglich helfen können. Um das Projekt mit den nötigen finanziellen Mitteln zu versorgen, befinden wir uns derzeit in einer Crowdinvesting-Phase.

Doch was ist Crowdinvesting überhaupt? Crowdinvesting ist eine Form der Finanzierung durch die Menge. Auf diese Weise lassen sich aussichtsreiche Projekte wie LARAcompanion mit Kapital versorgen und somit schneller erfolgreich umsetzen. Die Möglichkeit zur Investition beschränkt sich dabei nicht auf einen oder wenige finanzkräftige Investoren, sondern steht jedem Interessierten offen, der einen verhältnismäßig kleinen Betrag in ein Projekt investieren möchte, an das er glaubt. Bei unserer Kampagne ist dies möglich ab 250 Euro.

Doch von der Crowdinvesting-Kampagne erhoffen wir uns als Unternehmer nicht nur finanzielle Mittel. Ebenso wichtig ist uns der Kontakt zu unserer Zielgruppe und der Zugriff auf deren Feedback und Ideen. Wir glauben fest daran, dass wir das bestmögliche Produkt nur durch eine offene und zielgerichtete Kommunikation mit unseren Nutzern erreichen können.

Deswegen richten wir uns ganz besonders auch an diejenigen, für die ungewollte Kinderlosigkeit ein persönliches Thema ist. Bist oder warst du von Unfruchtbarkeit betroffen?

Hättest du dir in dieser Phase mehr Unterstützung und Orientierung gewünscht? Erlebst du in deinem Umfeld hautnah mit, wie Paare leiden, wenn der Kinderwunsch sich nicht erfüllt? Dann investiere jetzt in LARAcompanion und sei Teil eines aufregendes Projekts, das Leuten mit ungewollter Kinderlosigkeit mehr Lebensqualität ermöglichen möchte.

Als idealen Partner haben wir die Crowdinvesting-Plattform aescuvest ausgewählt – die erste Plattform Deutschlands, die sich auf Pioniere aus den Bereichen Medizintechnik, medizinische Dienstleistungen sowie Digitale Gesundheit spezialisiert. Die Finanzierung erfolgt in Form eines Nachrangdarlehens. Dies ist eine Art von Kredit, den alle Unterstützer der Crowdinvesting-Kampagne LARAcompanion gewähren. Damit kann LARAcompanion durchstarten und Geldgeber wie du sind direkt am Erfolg von uns beteiligt – sowohl kurz- als auch langfristig. Nach sieben Jahren erhältst du die Kreditsumme zurück. Über die gesamte Laufzeit von sieben Jahren erhältst du bereits Zinsen auf die Kreditsumme und profitierst zusätzlich von weiteren Zinsauszahlungen, wenn wir besonders erfolgreich sind.

Die Vorteile für dich, über aescuvest in LARAcompanion zu investieren liegen auf der Hand:

  • Du ermöglichst uns, LARAcompanion zu verwirklichen und ebnest somit den Weg für den Durchbruch einer innovativen und unkomplizierten Behandlungsmöglichkeit.
  • Du erlebst die Entwicklung von LARAcompanion mit und bist auch über die Crowdinvesting-Kampagne hinaus Teil des Projekts.
  • Überdurchschnittliche Renditeaussichten:  Mit einem Investment  profitierst du finanziell langfristig vom Erfolg der LARAcompanion GmbH. Die zugesicherte Rendite liegt bei 14% p.a. Dies ist aus Investorensicht deutlich attraktiver als z.B. ein Sparkonto. Detaillierte Informationen zu den Renditeaussichten erhälst du unter www.aescuvest.de/lara
  • Absicherung und Risikominimierung durch einen Wissenschaftlichen Beirat: Das Geschäftsmodell und die Umsetzbarkeit von LARAcompanion wurden vor der Veröffentlichung auf aescuvest ausgiebig geprüft.  
  • Goodies für größere Investments: Als persönliches Dankeschön vergeben wir ab einer bestimmten Investitionssumme attraktive Geschenke. Dazu zählen z.B. auch gratis Lizenzen für unsere sonst kostenpflichtigen Produkte.

In Zeiten des eHealth-Booms trifft LARAcompanion genau den Zahn der Zeit. Du kannst einem aussichtsreichen Startup helfen und in mehrfacher Hinsicht davon profitieren. Los geht’s!

Mehr Informationen zum Crowdinvesting und die Möglichkeit zum Investieren findest du unter:

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eHealth-Boom – Warum LARAcompanion den Zahn der Zeit trifft

Die Aussichten für digitale Gesundheitsprodukte könnten derzeit kaum besser sein. Marktforscher erwarten, dass der weltweite Markt für mobile Gesundheit (kurz: eHealth oder mHealth) bis zum Jahr 2020 auf ein Volumen von 23 Milliarden US$ ansteigen wird, mit einem jährlichen Wachstum von 24%. Die traditionellen Industrieunternehmen sind auf der Hut: Um den Anschluss zur Digitalisierung nicht zu verlieren, startet der Pharma- und Chemiekonzern Merck im September sein Accelerator-Programm, eine Art Brutkasten für innovative Startups aus der Gesundheitsbranche. Der Pharmakonzern Bayer war mit einem ähnlichen Programm (Grants4Apps) schon ein Jahr früher dran. Auch die Bundesregierung entwirft derzeit ein umfangreiches eHealth-Gesetz, in dem es insbesondere um einen verbesserten Austausch von Gesundheitsdaten zwischen allen Beteiligten geht unter Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit, z.B. anhand der digitalen Gesundheitskarte. Denn, so Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, „digitale Vernetzung kann Leben retten und stärkt die Patienten“. Es besteht also kein Zweifel daran, dass die Digitalisierung den medizinischen Alltag künftig immer mehr verändern wird.

Vernetzung des Patienten

Aber wie genau? Ein wichtiger Punkt ist die Vernetzung des Patienten. Bis vor einiger Zeit war das Thema Gesundheit für Patienten eine große Blackbox. Im Falle von gesundheitlichen Beschwerden begab man sich in die Hände des Arztes. Dieser verschrieb eine Therapie, worauf hin die Beschwerden nachließen – oder auch nicht. Die Möglichkeiten, selber aktiv zu werden, waren darüber hinaus stark begrenzt.

Gesundheits-Apps

Doch die Zeiten haben sich geändert. Mit dem Siegeszug von Internet und Smartphones haben wir mittlerweile einen ständigen Begleiter für jede Lebenslage an unserer Seite. Besonders populär sind derzeit sogenannte Self-Tracking-Apps, mit Hilfe derer man die eigenen Körperfunktionen und Aktivitäten digital erfassen kann. Erst kürzlich erlang die Fitness-App Runtastic große Aufmerksamkeit, nachdem der Sportartikelhersteller Adidas sie für 220 Millionen Euro kaufte. Auch Zyklus-Apps wie Clue, digitale Menstruations-Kalender, sind im Trend.

Thema Unerfüllter Kinderwunsch

LARAcompanion geht einen Schritt weiter und wendet sich speziell an die große Zielgruppe von Frauen und Paaren, die unter einem unerfüllten Kinderwunsch leiden. Einerseits können Frauen mit ungewollter Kinderlosigkeit körpereigene Daten mittels Messegerät messen und per App die Entwicklung über die Zeit verfolgen. Darüber hinaus begleitet LARAcompanion betroffene Frauen mit einer Therapie in Form von Entspannungskursen. Diese sind von Medizinexperten entwickelt, wissenschaftlich fundiert und per intelligentem Algorithmus auf die individuelle Situation zugeschnitten. Denn zunehmender Stress ist häufig ein ständiger Begleiter der Betroffenen, welcher erwiesenermaßen die Chancen einer Schwangerschaft weiter senken kann. So haben die Nutzerinnen von LARAcompanion nicht nur die Möglichkeit, die Gründe ihrer Kinderlosigkeit herauszufinden, sondern auch proaktiv dagegen anzugehen, eigenständig oder in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt.

Ärzte und Kassen

Dass auch Ärzte die Bedeutung des Themas eHealth erkannt haben, zeigt eine Studie aus den USA. Demnach würden 89% der befragten Ärzte ihren Patienten eine mobile Gesundheits-App empfehlen. 93% glauben, dass eine solche App die Gesundheit eines Patienten verbessern kann. Und was die Gesundheit des Patienten verbessert, das gefällt auch den Krankenkassen. Zumal eHealth-Lösungen häufig eine preiswerte Alternative zu traditionellen Behandlungsmethoden darstellen. So setzen immer mehr Krankenversicherungen auf Apps, digitale Ärzteführer und Online-Kurse. Einige bieten ihren Versicherten sogar einen Zuschuss zu Geräten wie der Apple Watch.

Gerade wenn es um Unfruchtbarkeit geht, besteht dringender Bedarf nach einer patientenfreundlichen, diskreten und effektiven Lösung. Wie eine aktuelle Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zeigt, ergreifen in Deutschland weniger als 20% der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch reproduktionsmedizinische Maßnahmen. Überraschend ist indes, dass bis zu 60% der Befragten einer reproduktionsmedizinischen Maßnahme oder psychosozialen Beratung prinzipiell offen gegenüber stehen. Wie es scheint, wollen sich die Betroffenen nicht einfach mit ihrem Schicksal abfinden, sie haben jedoch Hemmungen, den großen Schritt hin zu einem Behandlungszentrum zu machen. Vermutlich sind dahinter auch Scham und Ängste vor vermeintlicher Stigmatisierung verborgen.

Diskrete Lösung

Was fehlt ist ein behutsamer Einstieg in das Thema ‚Unfruchtbarkeit‘; ein Angebot, das Frauen die Angst vor der Diagnose nimmt, sie aufklärt und ihnen Kontrolle über ihren eigenen Körper gibt. Genau hier setzt LARAcompanion an und knackt die Blackbox ‚Unfruchtbarkeit’. Die Zeit ist reif für einen Durchbruch in der Kinderwunschbehandlung: Die Technik existiert, die Nutzer sind versiert im Umgang mit dem Smartphone, die Ärzte erkennen, wie die Digitalisierung ihre Arbeit unterstüzten kann und die Krankenkassen sind zahlungswillig. Warum also länger warten?

Nutze auch du die Gunst der Stunde: eHealth boomt und eHealth bestimmt die Zukunft des Gesundheitswesens. Investiere in LARAcompanion und profitiere langfristig vom Erfolg eines ganz besonderen eHealth-Startups! Jetzt mit 14% zugesicherter Rendite pro Jahr unter www.aescuvest.de/lara.

 

 

 

Quellen:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2015). „Kinderlose Frauen und Männer – Ungewollte oder gewollte Kinderlosigkeit im Lebenslauf und Nutzung von Unterstützungsangeboten“

eGovernment Computing (2015). „Entwurf des eHealth-Gesetzes im Bundestag“

mHealthWatch (2013). „Infographic: Doctors Prescribing More Mobile Health Apps“

Transparency Market Research (2014). „mHealth Services (Prevention, Monitoring, Diagnostic, Treatment, Information and reference, Wellness, and Healthcare strengthening services) Market – Global Industry Analysis, Size, Share, Growth, Trends and Forecast 2014 – 2020“

9 Sätze, die unfruchtbare Paare nicht mehr hören wollen

Es ist ein großer Schritt für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, ihr Schicksal mit Familie, Freunden oder Bekannten zu teilen. Die Resonanz ist häufig frustrierend. Natürlich sorgen sich andere Menschen. Sie wollen helfen, wo sie nur können oder einfach etwas sagen, um die angespannte Situation aufzulösen. Leider führen Unwissenheit oder fehlende Sensibilität zum gegenteiligen Effekt. Hier sind 9 Sätze, die betroffene Paare nicht mehr hören wollen:

1)        „Seid ihr schon schwanger?“

Nein, sind wir nicht! Die Neugier ist verständlich, schließlich fühlt ihr mit uns mit. Aber die Frage immer wieder aufs Neue verneinen zu müssen, ruft in uns selbst jedes Mal wieder die Enttäuschung hervor. Also habt bitte etwas Geduld, denn so viel ist sicher: Sobald es soweit ist, werden wir die frohe Botschaft mit Freude in die Welt tragen!

2)        „Entspannt euch einfach!“

Stress kann eine wichtige Rolle bei Unfruchtbarkeit spielen. Klinische Studien zeigen, dass stressreduzierende Maßnahmen bei Frauen begleitend zu einer künstlichen Befruchtung die Erfolgsaussichten verdoppeln können (Domar et al. 2011). Doch darüber darf man nicht außer Acht lassen, dass es häufig in erster Linie biologische oder medizinische Gründe sind, die zur Unfruchtbarkeit führen. In jedem Fall ist das ungewollte Ausbleiben einer Schwangerschaft eine große mentale Belastung für Paare. Die Aufforderung sich zu entspannen, kann dabei genau das Gegenteil erzeugen – nämlich noch mehr Druck und Stress.

3)        „Seid froh, dass ihr keine Kinder habt!“

Ja, Kinder können nervig sein. Wir alle mussten schon mal im Flugzeug stundenlang das Schreien eines Babys ertragen und haben insgeheim die Eltern bedauert. Wir wissen, dass ein Bäuerchen auch mal auf der neuen Hose landen kann und dass Windeln sich nicht von alleine wechseln. Jedoch sind es gleichermaßen die schönen und anstrengenden Momente, die wir uns so sehr am Elternsein wünschen. Natürlich ist der Satz nicht ganz ernst gemeint, trotzdem klingt er so als hätten wir unseren Kinderwunsch nicht vollends durchdacht.

4)        „Dann adoptiert doch einfach!“

Adoption kann eine Möglichkeit für Paare sein, bei denen sich der Wunsch nach einer eigenen Familie auf natürlichem Wege nicht erfüllt. Doch auch eine Adoption ist mit einer enormen mentalen, organisatorischen und finanziellen Belastung verbunden. Zudem ersetzt sie nur bedingt das Bedürfnis nach einem biologischen Kind. Darüber hinaus enthält auch die Entscheidung zur Adoption keine Erfolgsgarantie. Im Jahr 2013 fanden in Deutschland 3.793 Adoptionen statt, davon lediglich 38% nicht von Stiefeltern oder innerhalb der Verwandtschaft. Rechnerich kommt auf sieben mögliche Adoptiveltern ein zur Adoption vorgemerktes minderjähriges Kind (Statistisches Bundesamt 2014).

5)        „Wer ist schuld?“

Unfruchtbarkeit kann viele Gründe haben, die gleichermaßen bei der Frau, dem Mann oder in der Kombination der Partner liegen können. Die Erforschung der Ursachen ist ein wichtiger Schritt, um mögliche Lösungswege anzugehen. Dabei geht es jedoch nicht um Schuldzuweisung. Die genauen Gründe sind ein höchst persönliches Thema. Nur weil wir unseren Kinderwunsch kommunizieren, heißt das nicht, dass wir alle Details preisgeben möchten.

6)        „Ich glaube ich weiß, was das Problem ist.“

Keinen Kaffee mehr, von Alkohol ganz zu schweigen! Ein paar Kilo mehr bzw. weniger am Körper! Und definitiv keine heißen Duschen!

Sobald wir über unseren unerfüllten Kinderwunsch sprechen, hält jeder Mensch einen Ratschlag bereit. Ratschläge sind gut gemeint und in vielen steckt sicherlich eine Menge Wahrheit. Letztendlich befinden wir uns in professioneller Behandlung, um Ratschläge zu erhalten. Und genau diese Ratschläge von einer Person, die uns wissenschaftlich fundiert auf unsere individuellen Ursachen untersucht hat, sind die Ratschläge, die wir gerne annehmen.

7)        „Anscheinend soll es nicht sein.“

Dies ist vermutlich der verletzendste Satz, mit dem man ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch konfrontieren kann. Warum genau soll es bitte nicht sein? Unfruchtbarkeit hat komplexe medizinische und psychologische Gründe. Sie ist kein Wink des Schicksals oder eine Strafe Gottes. Und heißt das im Umkehrschluss, dass Eltern, die ihre Kinder verwahrlosen lassen oder misshandeln, es mehr verdient hätten als wir?

8)        „Das wird schon noch.“

Dieser lieb gemeinte Aufmunterungsversuch wird der realen Situation leider nicht gerecht. Die statistische Chance besteht, dass es auch in Zukunft nicht mit der Schwangerschaft klappen wird, und sie wird mit jedem Tag, der vergeht, wahrscheinlicher.

9)        „Es gibt Schlimmeres im Leben.“

Ein unerfüllter Kinderwunsch lässt sich nicht mit anderen möglichen Schicksalsschlägen vergleichen. Unfruchtbarkeit ist ein wichtiges Thema, unter dem betroffene Paare enorm leiden. Es ist eine emotionale und körperliche Belastung, die man nicht unbedingt rein nach objektiven Kriterien einstufen kann. Tatsächlich zeigen Studien, dass das seelische Leid von Frauen mit Unfruchtbarkeit ähnlich dem Leid von Patienten von Krebs, HIV oder chronischen Schmerzen ist (Domar et al. 1993).

Wir von LARAcompanion unterstützen Frauen und Paare mit ungewollter Kinderlosigkeit. Finde heraus wie und verfolge unsere aktuelle Crowdinvesting-Kampagne!

 

Quellen:

Domar, A., Zuttermeister, P., Friedman, R. (1993) The Psychological impact of infertility: a comparison with patients with other medical conditions. Journal of Psychosomatic Obstetric Gynaecology. 14 Special issue 45-52.

Domar, A., Rooney, K., Wiegand, B., Orav, E., Alper, M., Berger, B., Nikolovski, J. (2011). Impact of a group mind/body intervention on pregnancy rates in IVF patients. Fertility and sterility, 95(7), 2269-2273.

Statistisches Bundesamt (2014): Zahl der Adoptionen im Jahr 2013 um 2,4 % gesunken. Pressemitteilung vom 01.08.2014 – 275/14 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/08/PD14_275_225pdf.pdf?__blob=publicationFile (abgerufen am 15.07.2015).

Die subjektiven Gründe für ungewollte Kinderlosigkeit

Viele Frauen und Paare sind mit dem Ausbleiben einer ungewollten Schwangerschaft zunächst überfordert. Eine repräsentative Untersuchung unter kinderlosen Frauen und Männern in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) skizziert die häufigsten subjektiven Erklärungen der eigenen ungewollten Kinderlosigkeit.

Demnach sehen jeder fünfte Mann (19%) und jede sechste Frau (16%) ihre ungewollte Kinderlosigkeit in beruflichem Stress begründet. Privater Stress spielt dagegen geschlechterübergreifend eine untergeordnete Rolle (ca. 5%). Darüber hinaus begründen 26% der Frauen und 41 % der Männer ihre Kinderlosigkeit damit, dass bisher der passende Partner fehlt. Ein Drittel der Frauen (31%) kann sich jedoch vorstellen, auch ohne festen Partner ein Kind zu bekommen.

Überraschend ist indes, dass nur wenige den Weg zum Arzt suchen. Nur 17% der Frauen und 6% der Männer lassen sich von einem Arzt auf organische Ursachen untersuchen. Dabei kann ungewollte Kinderlosigkeit organische (biologische), hormonelle oder psychische Ursachen haben. Vor allem in der jüngeren Altersklasse ist eine medizinische Ursachenuntersuchung die Ausnahme (4% der Frauen). Mit steigendem Alter steigt  hingegen auch die Bereitschaft, sich untersuchen zu lassen. Die Gründe können bei jeder Frau individuell sein. Einerseits ziehen viele Frauen das Thema Unfruchtbarkeit gar nicht in Erwägung. Da sie grundsätzlich keine gesundheitlichen Probleme haben, sehen sie keinen Grund, warum das beim Thema Kinderkriegen anders sein sollte. Andererseits haben Frauen Hemmungen zum Arzt zu gehen, da sie Angst vor einer möglichen Diagnose haben. Die Unfruchtbarkeitsdiagnose eines Arztes stellt für viele ein endgültiges und zweifelsfreies Urteil dar. Für eine Frau bzw. ein Paar, das sich nichts sehnlicher als ein eigenes Kind wünscht, bedeutet dies einen extremen Eingriff in die Lebensplanung.

Sowohl eine medizinische Untersuchung als auch eine psychologische Beratung können jedoch in den meisten Fällen eine Klärung der Ursachen hervorbringen. Auf Basis derer kann daraufhin eine zielgerichtete Behandlung geplant werden.

Bei LARAcompanion entwickeln wir einen digitalen Maßnahmenkoffer, der Frauen und Paare auf dem Weg zum Wunschkind durch eine Smartphone-App zum Aufzeichnen ihrer Symptome unterstützt und zusätzlich Übungen zur Stressreduktion anbietet. Der diskrete digitale Helfer ermöglicht es den Frauen und Paaren so, dem behandelnden Arzt auf Wunsch mehr Daten zukommen zu lassen, damit dieser die passende Therapie zur richtigen Zeit anwenden kann. Denn besonders bei unerfülltem Kinderwunsch ist Zeit ein wertvolles Gut.

 

Quellen:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2015). „Kinderlose Frauen und Männer – Ungewollte oder gewollte Kinderlosigkeit im Lebenslauf und Nutzung von Unterstützungsangeboten“

Was ist Stress?

„Entspann dich! Du bist zu gestresst.“ Diesen Kommentar bekommen Frauen und Paare, die vergeblich versuchen schwanger zu werden, häufig zu hören. Doch was genau ist Stress überhaupt?

Gemeinhin versteht man Stress als eine große Anspannung, die etwa durch zu hohe körperliche oder seelische Belastung entstehen kann. Stress kann auf positive Weise erscheinen und einen in einer Drucksituation zu Höchstleistung anspornen. Andererseits kann Stress schwerwiegende gesundheitliche oder psychologische Probleme verursachen.

Auslöser für Stress ist häufig eine anstrengende Situation am Arbeitsplatz, etwa in Form einer zeitlichen oder geistigen Überforderung des Aufgabenbereichs, durch hohen Druck vom Vorgesetzten oder einem unangenehmen Kollegenumfeld. Auch Probleme im Privatleben können Stress verursachen, z.B. Beziehungsprobleme oder Schicksalsschläge in der Familie oder im Freundeskreis. Nicht zuletzt birgt auch das Ausbleiben einer gewünschten Schwangerschaft ein enormes Stresspotential für Paare. In diesem Kontext kann Stress gleichzeitig Ursache und Wirkung von Unfruchtbarkeit sein. Einerseits kann Stress sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken, sowohl bei der Frau als auch beim Mann. Andererseits setzen sich Paare selbst immer mehr unter Druck, je länger die Schwangerschaft ausbleibt.

Stress äußert sich typischerweise durch eine oder mehrere der folgenden Reaktionen:

  •   Kopfschmerzen und Muskelverspannung
  •   Herzbeschwerden
  •   Außergewöhnlich hoher oder niedriger Blutdruck
  •   Schweißausbrüche und Magenprobleme
  •   Schlafstörungen
  •   Unsicherheit und Gereiztheit
  •   Depression
  •   Zyklus- und sexuelle Störungen

Für betroffene Personen ist es wichtig, dem Stress aktiv entgegenzuwirken. Neben einer Veränderung der stressverursachenden Lebensumstände, kann es hilfreich sein, sich einen Ausgleich im Leben zu suchen, z.B. Sport, Hobbies oder Aktivitäten mit Freunden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Entspannungstechniken anzuwenden, wie z.B. autogenes Training oder Yoga. Diese sind in ihren Grundzügen einfach zu erlernen und eigenständig durchführbar.

 

Nur wenige Frauen behandeln unerfüllten Kinderwunsch

Obwohl die Maßnahmen zur Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit weitgehend bekannt sind, greifen nur wenige Paare auf die bestehenden Möglichkeiten zurück. Dies zeigt eine repräsentative Untersuchung unter kinderlosen Frauen und Männern in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Demnach haben nur 7% der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch im Alter von 30 bis 39 Jahren eine der gängigen Methoden versucht. In der Altersklasse der 40- bis 50-jährigen ist der Anteil zwar mehr als doppelt so hoch, aber immer noch deutlich unter 20%.

Darunter fallen insbesondere die folgenden reproduktionsmedizinischen Maßnahmen und psychosoziale Beratung:

  • Hormonelle Stimulation der Eierstöcke
    Bei der Frau wird durch Medikamente die Eizellen-Produktion der Eierstöcke angeregt, um mehr Eizellen für eine Kinderwunscherfüllung zu gewinnen
  • Insemination
    Das Sperma des Mannes wird unter ärztlicher Behandlung direkt in die Gebärmutterhöhle der Frau injiziert
  • Alternative Medizin
    Nicht schulmedizinische Maßnahmen wie z.B. Akupunktur, Naturheilkunde, die Einnahme von fruchtbarkeitssteigernden Wirkstoffen auf pflanzlicher und pharmazeutischer Ebene, Entspannungsübungen wie Yoga
  • In-vitro-Fertilisation (IVF)
    Zusammenbringen von Eizellen der Frau und Sperma des Manners außerhalb des Körpers im Labor. Dabei überlässt man das Eindringen des Spermiums in die Eizelle dem Zufall. Danach wird die befruchtete Eizelle der Frau eingesetzt.
  • Hormonkorrektur
    Ausgleich von aus dem Gleichgewicht geratener Hormonproduktion bei der Frau, z.B. in der Schilddrüse
  • Psychosoziale Beratung
    Eine ärztliche Betreuung umfasst die medizinische, psychische und soziale Diagnostik und Therapie. Unabhängig von dieser ärztlichen Beratung und Behandlung gibt es eine professionelle psychosoziale Beratung durch Dritte, die nicht durch eine Ärztin bzw. einen Arzt erfolgt.
  • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
    Ähnlich wie IVF außerhalb des Körpers der Frau, nur anderes Vorgehen: Mittels einer hauchdünnen Spritze wird ein einzelnes Spermium in eine Eizelle hineingeführt. Danach wird die befruchtete Eizelle der Frau eingesetzt.

 

Nutzung gängiger Methoden bei ungewollter Kinderlosigkeit

Nutzung gängiger Methoden bei ungewollter Kinderlosigkeit
Quelle: BMFSFJ (2015); Basis: Ungewollt kinderlose Frauen im Alter 30 bis 50 Jahre; 321 Fälle

Die Zahlen legen vor allem zwei Erkenntnisse nahe: (1) Ein aktives Angehen gegen die ungewollte Kinderlosigkeit mit Hilfe verschiedener Maßnahmen wird für Frauen erst mit zunehmenden Alter relevant; sozusagen als letzte Möglichkeit bevor eine Fruchtbarkeit altersbedingt unmöglich wird. Eine Behandlung kann folglich nicht als Normalität verstanden werden. (2) Dadurch, dass eine Behandlung eher als Notlösung gesehen wird, ist sie mit einem gewissen Stigma behaftet. Viele Frauen haben das Gefühl, sie würden etwas Unnormales tun. Dementsprechend stellt eine Behandlung für die Mehrheit der Frauen auch mit zunehmendem Alter keine ernsthafte Option dar.

Anzumerken ist, dass das Interesse an und die Bereitschaft für eine Behandlung prinzipiell vorhanden ist. Bis zu 55% der Frauen sagen, dass sie sich eine reproduktionsmedizinische Maßnahme grundsätzlich vorstellen können. Darüber hinaus stehen bis zu 60% einer psychosozialen Beratung zu ihrem unerfüllten Kinderwunsch bzw. einer Kinderwunschberatung offen gegenüber.

Die Ergebnisse zeigen, dass es noch einen erheblichen Bedarf an Aufklärungsarbeit auf dem Gebiet der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit gibt. Nur durch eine Entstigmatisierung kann sicher gestellt werden, dass die vorhandenen Möglichkeiten auch ausreichend ausgeschöpft werden. Frauen und Paare, die sich vergeblich ein eigenes Kind wünschen, sind nicht dazu verdammt, sich ihrem Schicksal zu ergeben. Stattdessen gibt es eine Anzahl von Möglichkeiten, aktiv gegen die Situation anzugehen.

 

 

Quellen:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2015). „Kinderlose Frauen und Männer – Ungewollte oder gewollte Kinderlosigkeit im Lebenslauf und Nutzung von Unterstützungsangeboten“